Ein Wärmebildgerät für die Jagd sollte zu Ihrer Jagdweise passen – und nicht zu einer Zahl in einer Schlagzeile. Berücksichtigen Sie zunächst das Gelände, die übliche Sichtweite, ob Sie einen Handscanner oder ein montiertes Zielfernrohr benötigen und wie lange Sie unterwegs sind. Pixfra stellt Wärmebildmonokulare, Wärmebildzielfernrohre, Wärmebild-Vordersichtvorrichtungen und Multispektralferngläser her – die richtige Ausrüstung richtet sich also nach der Aufgabe, die vor Ihnen liegt.
Das ist die gesamte Entscheidung in einfacher Sprache. Wählen Sie zunächst den Gerätetyp aus. Vergleichen Sie anschließend die Sensorauflösung, den NETD-Wert, das Objektiv, die Bildwiederholrate, die Betriebsdauer, die Bedienelemente und den Kundendienst.
Die meisten Fehlkäufe entstehen, wenn ein Jäger eine beeindruckende Reichweite angibt und dann nicht mehr weiterdenkt. Die Erkennungsreichweite sagt lediglich aus, dass das Gerät ein warmes Objekt aus der Ferne wahrnehmen kann. Sie verspricht keine eindeutige Identifizierung und gibt keinen Aufschluss darüber, wie sich das Zielfernrohr um 2 Uhr morgens in kalten Händen anfühlt.
Stell eine einfachere Frage: Was möchtest du eigentlich erreichen?
Ein Wildschweinjäger, der Futterstellen und Baumgrenzen im Blick behält, benötigt eine schnelle Abtastung, ein ausreichend großes Sichtfeld, eine lange Akkulaufzeit und eine einfache Bedienung. Ein Kojotenjäger, der über offenes Gelände lockt, benötigt mehr Details in der Ferne und kann von einer Laser-Entfernungsmessung profitieren. Ein Wildbewirtschafter, der vor Tagesanbruch Felder absucht, bevorzugt möglicherweise ein handgehaltenes Monokular zur Beobachtung anstelle einer fest montierten Optik. Ein Schütze, der bereits über ein genau eingestelltes Tageslichtzielfernrohr verfügt, zieht möglicherweise eine Frontmontage einem Umbau des Gewehrs für ein spezielles Wärmebildzielfernrohr vor.
An dieser Stelle trennen sich die Produktlinien von Pixfra klar voneinander. „Mile 2“ und „Arc“ decken den Bereich der Handscanner ab. Arc LRF ergänzt das System um eine Entfernungsmessung in einem kompakten Monokular. Taurus integriert Ihre Tageslichtoptik als Frontmodul in das System. Die Produktreihen Chiron LRF und Pegasus sind auf den Einsatz als dedizierte Wärmebildgeräte ausgerichtet. Sirius und Multispektralgeräte sind besonders dann hilfreich, wenn Beobachtung, Detailgenauigkeit und Arbeiten bei gemischten Lichtverhältnissen wichtiger sind als ein kurzes Schussfenster.
Für viele Jäger sollte das erste Wärmebildgerät ein handgeführtes Monokular sein. Damit können Sie Felder absuchen, Waldränder überprüfen, Wärmesignaturen nach einem Schuss verfolgen und das Gewehr in eine sichere Richtung halten, bis Sie einen Grund haben, es an die Schulter zu legen.
Das Pixfra Mile 2 ist die kompakte Wahl für diesen Zweck. Das Mile 2 bietet Taschenkompaktheit, ein P3-AMOLED-Display, einen elektronischen Kompass und Modellvarianten mit einer Auflösung von bis zu 640 × 512. Es eignet sich besonders gut, wenn Sie ein Gerät suchen, das in die Jackentasche passt, anstatt Ihren Rucksack zu überfüllen.
Arc und Arc LRF übernehmen eine noch leistungsfähigere Rolle als Handgeräte. Der Arc LRF kombiniert Wärmebildbeobachtung mit einem integrierten Laser-Entfernungsmesser, einem Gehäuse aus Magnesiumlegierung und einem austauschbaren Akku. Wenn Sie in unwegsamem Gelände, auf unebenem Feld oder auf unbekannten landwirtschaftlichen Flächen jagen, können Entfernungsangaben Fehlschätzungen verhindern.
Die Faustregel lautet ganz einfach: Wenn Sie mehr Zeit mit Suchen als mit Zielen verbringen, sollten Sie sich zuerst den Scanner zulegen.
Wärmebilder können Entfernungen verzerren. Ein Wildschwein auf einem Feld, ein Kojote jenseits eines Zauns und eine rehtierförmige Wärmequelle in der Nähe von Gestrüpp können näher erscheinen, als sie tatsächlich sind. Deshalb sind LRF-Modelle für Jäger wichtig, die in offenen Landschaften oder in wechselndem Gelände unterwegs sind.
Pixfra bietet LRF-Modelle sowohl als Handgeräte als auch als montierte Geräte an, darunter Arc LRF, Chiron LRF, Taurus LRF und Pegasus 2 LRF. Der Vorteil liegt nicht nur in einer Zahl auf dem Bildschirm. Es geht um einen übersichtlicheren Entscheidungsablauf: Ziel erkennen, Entfernung messen, einschätzen und handeln – ohne Geräte zu wechseln oder anhand von Orientierungspunkten zu raten.
Entscheiden Sie sich für LRF, wenn Sie auf Feldern, in hügeligem Gelände, entlang von Stromleitungstrassen oder auf großen Grundstücken jagen, wo visuelle Orientierungspunkte nachts kaum erkennbar sind. In dichtem Wald oder auf kurzen Zugswegen benötigen Sie es vielleicht nicht, aber sobald sich die Entfernung schnell ändert, beweist sich die Entfernungsmessung als unverzichtbar.
Diese Entscheidung erfordert am meisten Geduld. Mit einer Frontmontage können Sie Ihr Tageslichtzielfernrohr beibehalten und davor eine Wärmebildfunktion hinzufügen. Ein spezielles Wärmebildzielfernrohr bietet Ihnen ein speziell für diesen Zweck entwickeltes Wärmebild-Zielsystem.
| Ihre Konfiguration | Pixfra-Richtung | Warum es passt |
|---|---|---|
| Sie vertrauen bereits auf Ihr Tageszielfernrohr und die Nullstellung Ihres Gewehrs | Taurus-Frontanbauvorrichtung | Behalten Sie den Arbeitsablauf für die Tageslichtoptik bei und fügen Sie bei Bedarf Wärmebildaufnahmen hinzu |
| Sie möchten ein integriertes Wärmebildzielfernrohr | Chiron LRF oder Pegasus-Serie | Speziell entwickelte Bedienelemente, thermisches Display und Befestigungsvorrichtung |
| Man scannt mehr, als man fotografiert | Mile 2, Arc oder Arc LRF | Die Beobachtung mit einem Handgerät ist bei der Suche schneller und sicherer. |
| Sie müssen die Situation bei wechselnden Lichtverhältnissen im Blick behalten | Sirius oder Multispektral-Fernglas | Bessere Passform für längere Nutzungszeiten und unterschiedliche Einsatzbedingungen |
Taurus ist sinnvoll, wenn das Gewehr bereits gut eingerichtet ist und man nicht alles für eine neue Optik neu aufbauen möchte. Die Modelle Chiron LRF und Pegasus sind sinnvoller, wenn die Wärmebildkamera das primäre Zielsystem ist. Keiner der beiden Ansätze ist automatisch besser. Die richtige Antwort hängt davon ab, wie das Gewehr eingesetzt wird, wer es sonst noch benutzt und ob man zwischen Tag- und Nachteinsätzen wechselt.
Die Sensorauflösung bestimmt, wie viele Details das Bild wiedergeben kann. Die Pixfra-Produktreihen umfassen je nach Kategorie und Modell Auflösungen von 256 x 192, 384 x 288, 640 x 512 sowie Optionen mit noch höherer Auflösung. Mehr Pixel sind hilfreich, wenn Sie Details aus der Entfernung erkennen möchten, doch die Auflösung ist nur ein Aspekt des Bildes.
Der NETD-Wert gibt an, wie gut das Gerät geringe Temperaturunterschiede unterscheiden kann. Ein niedrigerer NETD-Wert ist vorteilhaft bei hoher Luftfeuchtigkeit, Nebel und kontrastarmen Szenen, in denen warme Objekte nicht deutlich hervorstechen. Pixfra veröffentlicht die NETD-Werte nach Modell; überprüfen Sie daher vor der Bestellung die genaue Artikelnummer.
Objektiv und Sichtfeld bestimmen, wie sich das Gerät anfühlt. Ein breiteres Sichtfeld erleichtert das Absuchen von dichtem Unterholz. Ein schmaleres, längeres Objektiv ist hilfreich, wenn Sie eine größere Reichweite benötigen. Jäger wählen oft eine zu große Reichweite und fühlen sich dann in engem Gelände zu langsam. Passen Sie das Objektiv an das Gelände an, in dem Sie tatsächlich jagen.
Die Auslegung des Akkus ist wichtiger, als es zunächst klingt. Ein Gerät mit austauschbaren 18650-Akkus oder einer praktischen externen Stromversorgungsmöglichkeit lässt sich in langen Nächten leichter handhaben. Die angegebenen Laufzeiten werden in der Regel unter festgelegten Bedingungen gemessen; erstellen Sie daher vor der ersten Tour einen Plan für die Notstromversorgung.
Auch die Bedienelemente spielen eine Rolle. Handschuhe, Regen, Kälte und Adrenalin machen schlechte Ergonomie schnell deutlich. Achten Sie auf eine schnelle Inbetriebnahme, ein übersichtliches Menü, einfache Farbwechsel und Tasten, die Sie ertasten können, ohne auf das Gehäuse starren zu müssen.
Für dichtes Gebüsch, Futterstellen und kurze Schussstrecken sollten Sie zunächst ein handgehaltenes Wärmebildmonokular verwenden. Mit dem „Mile 2“ oder „Arc“ können Sie schnell das Umfeld absuchen, ohne das Gewehr zusätzlich zu beschweren. Da die meisten Gelegenheiten aus nächster Nähe auftreten, sind Sichtfeld und Komfort wichtiger als maximale Reichweite.
Bei Feldern und hügeligem Gelände sollten Sie den Arc LRF weiter oben auf der Liste platzieren. Der Entfernungsmesser ist hilfreich, wenn sich Entfernungen im Dunkeln nur schwer einschätzen lassen, und dank des Handgeräts bleibt die Messung dennoch einfach.
Wenn Sie ein Gewehr suchen, bei dem ein Wärmebildgerät als Hauptvisiersystem dient, vergleichen Sie die Modelle Chiron LRF und Pegasus. Achten Sie dabei besonders auf die Sensorauflösung, das Objektiv, den Akku, die Befestigung und darauf, ob sich die Bedienelemente aus der Schussposition heraus intuitiv bedienen lassen.
Für Jäger, die ihr Tageslichtzielfernrohr bevorzugen, behält Taurus das vertraute Zielfernrohr im Sortiment bei. Das ist praktisch, wenn ein Gewehr sowohl tagsüber als auch nachts zum Einsatz kommen soll.
Für Beobachtungen, Erkundungen und lange Wartezeiten eignen sich Sirius- oder Multispektral-Ferngläser möglicherweise besser als ein am Gewehr montiertes Wärmebildgerät. Nicht jeder Einsatz eines Wärmebildgeräts ist gleichbedeutend mit einem Schusseinsatz.
Wählen Sie ein Wärmebildgerät nicht allein aufgrund der Erfassungsreichweite aus. Die Erfassungsreichweite ist der Wert, der sich am einfachsten in der Werbung angeben lässt – und der am leichtesten missverstanden wird.
Kaufen Sie keine aufgemontierte Optik, wenn Sie eigentlich einen Scanner benötigen. Wenn es in erster Linie darum geht, Tiere zu entdecken, kommt ein handgehaltenes Monokular in der Regel häufiger zum Einsatz.
Vernachlässigen Sie den Kundendienst nicht. Wärmebildgeräte sind elektronische Geräte, die im Freien eingesetzt werden. Firmware, Akkus, Dichtungen, Displays, Tasten und Ladeanschlüsse spielen auch nach dem Kauf eine wichtige Rolle. Kaufen Sie über einen autorisierten Vertriebskanal und bewahren Sie die Seriennummern auf.
Beachten Sie unbedingt die örtlichen Vorschriften. Die Vorschriften für die Nachtjagd variieren je nach Region, Wildart, Jahreszeit und Art der Ausrüstung. Informieren Sie sich über die aktuellen Vorschriften der für den Wildtierbestand zuständigen Behörde an Ihrem Jagdort, bevor Sie Wärmebildgeräte im Einsatz verwenden.
Zum Scannen ist ein Wärmebildmonokular in der Regel das bessere Einstiegsgerät. Zum Zielen benötigen Sie ein Wärmebildzielfernrohr oder einen Aufsatz, der mit einer geeigneten Tageslichtoptik verwendet wird. Viele Jäger nutzen letztendlich beides: ein handgehaltenes Monokular, um Wärmequellen zu erkennen, und eine montierte Lösung für den Schuss.
Entscheiden Sie sich für einen LRF, wenn sich die Entfernung häufig ändert oder wenn Sie in offenem Gelände jagen. Bei kurzen, festgelegten Schussbahnen, bei denen Sie die üblichen Entfernungen bereits kennen, ist dies weniger wichtig. Pixfra bietet LRF-Modelle in den Kategorien Handgeräte, Frontmontage und Zielfernrohre an.
Passen Sie die Auflösung an die Anforderungen hinsichtlich Entfernung und Detailgenauigkeit an. 256 × 192 eignet sich für das Scannen aus nächster Nähe. 384 × 288 bietet einen guten Mittelweg. 640 × 512 und höher sind hilfreich, wenn es bei größeren Entfernungen auf Details zur Identifizierung ankommt. Vergleichen Sie stets das genaue Modell, das Objektiv und den NETD miteinander.
Planen Sie für die gesamte Einsatzdauer ein, nicht für die maximale Betriebsdauer unter optimalen Bedingungen. Prüfen Sie, ob das Gerät austauschbare Akkus verwendet, eine externe Stromversorgung unterstützt und bei kaltem Wetter auch mit Handschuhen bedient werden kann. Nehmen Sie Ersatzakkus mit, sofern das Gerät diese unterstützt.
Wenn Sie sich für ein Pixfra-Wärmebildgerät für die Jagd entscheiden möchten, sollten Sie zunächst das Gelände und den Einsatzzweck berücksichtigen. Grenzen Sie dann die Gerätetypen ein: Handmonokular, Frontmontage, spezielles Wärmebildzielfernrohr oder Fernglas. Vergleichen Sie anschließend die genauen Modellspezifikationen und wenden Sie sich an Pixfra oder einen autorisierten Händler, um sicherzustellen, dass das Gerät für Ihr Gewehr, die Entfernung und die Einsatzregion geeignet ist.